Aktuelles

Frieden ist eine Herzenssache!

Der Friedfertige kann zwar anderer Meinung, aber nie anderer Gesinnung sein!

Das Herz ist unsere Mitte, Quelle aller (guten) Gedanken!

Dr. Stefan Matzenberger

 

 

 

Hinweise

 

Die drei Wanderwege (Meditationsweg, Römerweg, Ötscherblickweg) sind seit Sommer 2016 "Tut-gut-Wege"!

 

Friedensgebet: jeweils erster Dienstag des Monats, 19 Uhr, Filialkirche St. Veit, 3353 Seitenstetten

 

  

 Ein Blinder weist der Welt den Weg

Dr. Stefan Matzenberger, 1919-1986

 

 1919 im Hause Schindelmacher (Ertl) geb., Gymnasium in Seiten­stetten u. Waidhofen/Ybbs, Matura mit Auszeichnung, 1940 zur Dt. Wehrmacht eingezogen, 1941 nach Polen abkommandiert, der 6. Armee als Sanitäter und Regiments­melder zugeteilt (Marsch nach Stalingrad), im Kriegswinter 1941/42 bei bis zu -43 Grad an der Front, am 26. März 1942 (23-jährig) als Regimentsmelder schwerst verwundet, 2 Meter neben ihm Einschlag einer 12,6-cm-Granate: "Ich wurde von annähernd 40 Granatsplittern schwer getroffen, blutete am Kopf, auf der Brust, und bemerkte, daß das Blut auch in den Stiefel rann. Glücklicherweise befand sich nicht sehr weit von mir entfernt ein Sanitäter, der mich verband. Durch diese Granatsplitterverletzungen verlor ich das Augenlicht und war sofort gänzlich gehunfähig.“ Splitter durchschlug seinen Mantel, einen Rubel, ein 5-Pfennig-Stück, beschädigte noch die Marienmedaille von Tschenstochau (von einem poln. Pfarrer wenige Monate vorher bekommen). "Daß ich trotz dieser schweren Verwun­dungen am Leben blieb, ist geradezu ein Wunder." Kriegslazarett, als Blinder nach Kiew u. später nach Berlin, Entscheidung für Jusstudium, Erlernen der Blindenschrift, Kurz­schrift u. des Schreibmaschinschreibens, Heimreise, Hilfe durch Schwester Rosina (*1922). "Am 5. 2. 1945, also drei Jahre nach meiner Verwundung, erlebte ich einen furchtbaren Tieffliegerangriff in der Nähe von Neumarkt an der Ybbs, bei dem meine 23-jährige Schwester neben mir erschossen wurde und auch sonst ungefähr 70 Menschen in meiner Nähe durch amerikanische Tiefflieger getötet wurden." Kriegserlebnisse beeinflussen weiteren Lebensweg, Ertler Lehrerin Lisi Kadlec steht kriegsblindem Studenten beim Studium zu Seite u. führt Haushalt, Jus-Studium in Marburg/Lahn, später in Wien, 1947 Promotion zum Dr. iur., alle weiteren Studien im Dienst der Friedens­forschung und -förderung, über 250 Vorträge, Friedensdiskussionen, ungefähr 500 Friedensartikel und Leserbriefe, fast 20.000 Briefe (an Päpste, Präsidenten …) mit detaillierten Vorschlägen zu Abrüstung, Kriegsverhinderung und Friedens­aktivi­täten. "Ich trug ein wenig bei, daß 1952 die österreichische Pax-Christi-Bewegung ins Leben gerufen wurde, daß 1955 in das österreichische Wehrgesetz Waffendienst­verwei­gerungs­bestim­mungen aufgenommen wurden, daß im Februar 1968 in Österreich die Todesstrafe für Soldaten abgeschafft wurde und das Militärstrafgesetz humanisiert wurde.“

Zwei Bücher: Von der Friedensethik zur Friedenspolitik. Hundert Fragen an den Pazifismus, Eurasia-Verlag, Wien, 1963, 223 Seiten.

Pazifismus im Atomzeitalter. Kriegsverhinderung durch Friedensaktivität, Sensen-Verlag, Wien, 1979,  212 Seiten. (Sammlung wichtiger Vorträge, Briefe u. Artikel)

Gründung eines Friedensforschungsinstitutes an der Uni Wien, Einführung eines christlichen Weltfriedensfesttages (1. Jänner 1967) nach Brief an Papst Paul VI., viermal für Zuerkennung des Friedensnobelpreises (Oslo) vorgeschlagen, 1986 im 67. Lebensjahr als Vater von vier Kindern verstorben.

 

 

 

Winterwanderung

Wie schon in den letzten Jahren luden auch heuer, diesmal am 22. Jänner, die Bäuerinnen wieder zur Winterwanderung ein. Bei windigem, aber ansonsten herrlichem Winterwetter starteten um 13 Uhr um die hundert Gehfreudige beim Hendl-Hof Stöger in Hinterberg, entlang des Meditationsweges marschierte man an der Dorfkapelle vorbei nach Pöstling, wo man sich bei heißen Getränken „aufwärmen“ konnte. Der Rückweg führte über Lunzental zurück in das Ortsgebiet von Wolfsbach zur Stöger-Kapelle – am einstigen Kirchenweg und Meditationsweg gelegen, wie Pfarrer Pater Jacobus Tisch (l.v.d.Kapelle) erklärte. Wolfgang Stöger (v.d.Kapelle) hat die Marienkapelle 2015 restauriert; Maria Stöger hat sie an den Außenwänden mit Malereien – der Sonntagberger Dreifaltigkeitsdarstellung (mit Gnadenstuhl) und einem Schutzengel – versehen.

14. Neujahrsbote 2015-16

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Mail: gemeinde@wolfsbach.gv.at

A 3354 Wolfsbach, Kirchenstraße 2

Josef Penzendorfer                                      Tel: +43 680 2020029

Mail: j.penzendorfer@gmx.at